Welcher Bormax von Famag ist der richtige Forstnerbohrer für mich?

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Welcher Bormax von Famag ist der richtige Forstnerbohrer für mich?

Seit über 150 Jahren stellt die Firma Famag aus Remscheid in Deutschland Qualitätswerkzeuge rund um das Thema Bohren her. Eines der wohl bekanntesten und innovativsten Produkte von Famag ist der Bormax. Den Bormax gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Neben dem Bormax 2.0 stellt Famag auch einen Hartmetallbestückten Bormax her, den Bormax³. Zudem gibt es beide Varianten als Staketen-Bormax Version mit Vorbohrer und Zentrierspitze, als auch lange Versionen für tiefere Bohrungen. 

Oft stellt sich deshalb die Frage welcher Bormax ist der richtige Forstnerbohrer für mich, bzw. für meine Anwendung?


In diesem Beitrag möchten wir auf dieses Thema etwas genauer eingehen.

Patent CA23548 von B. Forstner

Quelle: Patent CA23548: Auger. Veröffentlicht am 6. März 1886, Erfinder: Benjamin Forstner.



Kurze Historie, denn Forstnerbohrer ist nicht gleich Forstnerbohrer.

Den traditionellen Forstnerbohrer bzw. Astlochbohrer gibt es schon seit über 100 Jahren. Der Erfinder "Benjamin Forstner" wollte ein Produkt entwickeln mit welchem man Sacklöcher in der Holzbearbeitung einfach und unkompliziert bohren kann. 


Forstner machte sich an die Arbeit und überlegte wie er dieses Problem am besten Lösen könnte. Nach einiger Zeit entwickelte und patentierte er den Forstnerbohrer. Ein Bohrer welcher aus einer kurzen Spitze zum Ansetzen und Zentrieren, zwei spanabhebenden Schneiden und einer Umfangsschneide besteht.


Das Problem war gelöst. Dennoch hatte man mit dem traditionellen Forstnerbohrer immer wieder Schwierigkeiten bezüglich der Hitzeentwicklung bei Harthölzern. Die Schneide welche das Bohren bei Weichhölzern so einfach machte, entwickelte zu viel Hitze bei Harthölzern oder beschichteten Hölzern.


Ein kluger Kopf wollte dieses Problem lösen und erfand den Kunstbohrer, indem er die Länge der Umfangsschneide reduziert hat. Durch die kürzere Umfangsschneide entstand weniger Reibung und die Späne konnten besser abtransportiert werden. Der Kunstbohrer hatte jedoch einen großen Nachteil, er hatte schlechte Führungseigenschaften im Freihandbetrieb und konnte oft deshalb nur stationär professionell eingesetzt werden.

Famag, ein Hersteller des traditionellen Forstnerbohrers und Kunstbohrers wollte dieses Problem lösen. Man machte sich Gedanken wie man einen Forstnerbohrer entwickeln könnte, welcher auch in Harthölzern oder beschichteten Hölzern/Platten bohren kann. Das Ergebnis, der Famag Bormax.

Der Famag Bormax 2.0!

Im Prinzip ist der Bormax® 2.0 ein Forstnerbohrer mit neuartiger Umfangsschneide. Diese Umfangsschneide ist nicht mehr wie beim Forstnerbohrer durchgehend sondern unterbrochen. Durch diese Unterbrechung reduziert sich die Reibung stirnseitig und umfangsseitig zum Holz deutlich.


Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Im Vergleich zu Forstnerbohrern entsteht bei der Bearbeitung von Holzwerkstoffen mit dem Bormax erheblich weniger Wärme. Der Famag Bormax behält einen „kühlen Kopf“ was sich drastisch auf seine Standzeit auswirkt. Das Werkzeug ist somit länger scharf und die Schleifkosten reduzieren sich beträchtlich. Durch eine bessere Spanabfuhr und die geringere Wärmeentwicklung können plötzlich Holzwerkstoff bearbeitet werden, die für traditionelle Forstnerbohrer tabu sind. Der moderne Schreiner muss heute deutlich härtere Holzwerkstoffe bearbeiten als früher, wie z. B. Spanplatten, MDF-Platten, europäische Harthölzer, Plexiglas, Kunststoffe, OSB-Platten (Grobspanplatte), Leimbinder und so weiter.


Die kleinen Berührungspunkte der Umfangsscheide des Bormax erzeugen in der Praxis nicht nur deutlich weniger Wärme sondern benötigen auch einen geringeren Kraftaufwand als traditionelle Forstnerbohrer. Dadurch eignet sich der Bormax ideal für die Anwendung im Akkuschrauber. Ein müheloses Arbeiten ist selbst in europäischen Harthölzern und Spanplatten möglich.


Das spart nicht nur Energie bei Mensch und Maschine sondern erzeugt eine direkte Zeit- und Geldersparnis.


Und das Beste kommt zum Schluss: Der Bormax kann wie ein ganz normaler Forstnerbohrer nachgeschliffen werden. Jeder der einen herkömmlichen Forstnerbohrer schleifen kann, ist auch in der Lage einen Bormax nachzuschleifen. Eigentlich ist es sogar etwas einfacher, da ja nur die einzelnen Zähne innen geschliffen werden müssen und der schwierig runde Schliff der Umfangsschneide entfällt. Der Riesenvorteil ist, dass der Bormax nach dem Schleifen seine geniale Geometrie beibehält. Er bleibt den normalen Forstnerbohrern also um Längen überlegen!


Und falls man mit dem Bormax 2.0 einmal tiefere Löcher bohren möchte kann dies einfacher mit der langen Bormax 2.0 Version oder einer Bohrverlängerung gemacht werden.


Was ist der Unterschied zwischen den Bormax und dem Staketen-Bormax?

Der Staketen-Bormax (auch Bormax Prima genannt) eignet sich ideal für Bohrungen bei welchem ein Winkel welcher nicht 90° zur Werkstoffoberfläche beträgt, erreicht werden soll. Dies ist z.B. im Treppenbau der Fall. Aufgrund des Vorbohrers verläuft der Bormax prima selbst in Kopfholz kein bisschen.


Mit Zentrierspitze ist der Bormax Prima einsetzbar wie der traditionelle Bormax® 2.0.

Viele Kunden entscheiden sich deshalb direkt für den Staketen-Bormax da dieser durch die austauschbare Spitze quasi zeitgleich auch ein normaler Bormax ist. Allerdings gibt es die Staketen-Bormax Variante in weniger Größen/Durchmessern.

Was ist der Unterschied zwischen dem Bormax 2.0 und dem Bormax³?

Der Bormax³ ist mit Hartmetall bestückt. Dies verleiht dem Bormax³ eine längere Lebensdauer. Vor allem wenn man viel mit beschichteten Hölzern arbeitet macht es Sinn sich für den Bormax³ zu entscheiden. Ansonsten sind ist der Bormax³ absolut identisch zum Bormax 2.0.

Den Bormax³ gibt es ebenfalls in einer Staketen-Bormax³ Variante.

Produktübersicht:

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